Kennst Du gute Dinge, so rede darüber
Unter diesem Motto erweitere ich daher meine ’sn das?-Kolumne um einen weiteren Artikel.

Bei der letzten Nassrasur dachte ich mir, dass es bestimmt noch viele Leute gibt, denen der Blademaster unbekannt ist. Ich selbst habe von dieser tollen Erfindung das erste Mal bereits vor rund 15-20 Jahren über einen Innovations-Kurzbericht  im P.M. Magazin gelesen. Dort war von einem Rasierklingenschärfer die Rede, jedoch waren keine weiteren Details über das “wie” dort niedergeschrieben. Es wurde lediglich der Name des Erfinders Ludwig Kemmelmeier genannt. Damals war das Internet noch längst nicht so allgegenwärtig wie heute, aber ich wollte unbedingt mehr über diesen Schärfer wissen, da Geld knapp und Doppelklingen genau so sündhaft teuer waren, wie heute (Manche Dinge ändern sich nie). Wie auch immer, ich weiß nicht mehr genau wie, aber irgendwann hatte ich die Telefon-Nummer von Herrn Kemmelmeier und rief ihn an. Nachdem er mir freizügig über die Entwicklung vom ersten Gedanken bis zum Produkt erzählte, bestellte ich sofort so ein Ding. Seit dieser Zeit ist dieser Schärfer mein permanenter Begleiter, egal ob auf Dienstreise, Urlaub, usw. Ich bin vollkommen überzeugt von dem Schärfer, auch wenn mittlerweile im Netz einige Testberichte kursieren die meinen, dass die Schärfung höchstens auf einem Placebo-Effekt zurückzuführen ist. Dazu kann ich nur sagen: “Das ist mir vollkommen egal”, denn ich halte mich hier an das Zitat unseres Altkanzlers Kohl: “Wichtig ist, was hinten raus kommt”. In den Jahren habe ich locker das 4-5 fache des normalen Klingenverbrauchs eingespart. We weiß, was die Dinger kosten, kann das ja mal hochrechnen. Zwar bin ich jetzt immer noch kein Millionär, aber ärmer bin ich dadurch auch nicht geworden. Der BladeMaster wird auch gerne von mir als Geschenk verwendet, und bislang habe ich durch die Bank (bis auf einen, aber der ist sowieso ein “Meckerkopp”) positives Feedback erhalten.

Bevor ich es vergesse…ich verwende als Nassrasierer den Gillette Mach 3 Power. Dieser Rasierer ist für mich der bislang beste Rasierer im Zusammenspiel mit dem Blademaster. Ich persönlich glaube, es liegt an der Vibration des Rasierers.

Falls Sie das hier lesen, Herr Kemmelmeier, viele Grüße an Sie, eine tolle Erfindung.


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Trotz Wikipedia und Wer wird Milionär? bleibt so manche Frage in der Welt unbeantwortet. Hin und wieder gibt es Fragen, für deren Beantwortung ich einige Zeit und Energie in Anspruch nahm. Da wir ja alle Energie sparen sollten, habe ich mir überlegt eine Artikel-Serie unter dem Titel: ’sn das? zu starten, die das Ergebnis dieser Recherchen beinhalten. Den Auftakt dieser Serie macht ein Wort, dass der aufmerksame Leser gewiß schon einige Male gelesen hat:

  • grobator

Oft werde ich gefragt, was sich hinter dem recht martialisch klingendem Wort verbirgt. Die Ursprünge dazu reichen weit zurück und bedürfen einiger Erklärung.

Präambel:
In einer einfachen Arbeiterfamilie ist Geld bekanntermaßen knapp, dies ist wohl noch nie anders gewesen. Die finanzielle Situation der Familie erschwert sich natürlich mit jedem hinzukommenden Kind. Mit meinem Erscheinen erhöhte sich den “Kindzähler” auf 3. Der Bruder ist 4, die Schwester 2 Jahre älter. Mit einem älteren Bruder hat man es nicht immer leicht, schon gar nicht, wenn es um die Auswahl der Garderobe geht. Diese ging vielmehr gegen Null, da man stets die noch nicht verschlissenen Klamotten des Bruders auftragen durfte. Aus diesem Grunde schlug ich, wie man sieht, schon ganz früh die Hände über dem Kopf zusammen. Denn wenn selbst die Schwester die Nase rümpft, wenn sie einen sah, war das schon sehr bezeichnend. Bruderherz stand im Hintergrund und betrachtete die Angelegenheit stets entspannt, er war ja auch “fein raus”.

Der Kleine schlägt die Hände über’m Kopf zusammen

Erste Nennung des magischen Wortes:
Das Drama fand vorerst 1974 in der 2.Klasse der Grundschule seinen Höhepunkt. Diesmal erschien ich mit einer Jeanshose mit Extrem-Schlag, der jeweils mit einer Bordüre im Muster der “Bay City Rollers” verziert war. Dieses war mir höchst peinlich, da ich mich mit dieser Combo nun gar nicht identifizieren konnte. Zu allem Überfluss wurde ich (grüner Kreis) von einem Mitschüler (roter Kreis, Einzelkind) auf dem Schulhof wiederholt wegen meiner Klamotten aufgezogen.

2.Klasse der Grundsschule Esbeck 1974

Bislang gelang es mir, dieses irgendwie zu kompensieren, doch an diesem Tag war “das Maß voll”. Obwohl ich sonst überhaupt kein Raufbold war (und bin), wollte ich nun Blut sehen. Ich sprang ihn an, und vermöbelte ihn nach Strich und Faden, ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Erst der Lehrer, der Pausenaufsicht hatte, war in der Lage die Klopperei zu beenden. Er packte mich am Kragen, und schrie mich an, was ich denn für ein “Grobian” sei. Das war das erste Mal, dass ich mit diesem Wort in Verbindung gebracht wurde. Die Schulhof-Klopperei war für einige Zeit ”das Thema” in der Dorfschule.

Über die Verniedlichung zum Spitznamen:
Das Grobian-Gebrüll der Pausenaufsicht wurde von meinen Mitschülern aufgrund der damals allgemein reichlich konsumierten Sesamstraße zu Grobi verniedlicht und blieb an mir haften. Dies setzte sich erstmal bis ins Alter von ca. 21 Jahren fort. Dann zog ich aus der Heimatregion aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels fort, wo mich (erstmal) keiner kannte. Diese “in-kognito” Zeit dauerte ca. 2 Jahre. Es kam, wie es kommen mußte, nach dieser Zeit wechselte ein Bekannter aus der Jugendzeit ebenfalls in meine neue Firma.
Der erste Satz, der kam lautete: “Mensch Grobi, was machst Du denn hier?
Dieser magische Satz wurde natürlich im Beisein einiger anderer Kollegen gesprochen, die diesen Spitznamen -wie sollte es anders sein- sofort übernahmen.

Die Vermartialisierung des magischen Wortes:
Im Jahr 2000 lief die zweite BigBrother Staffel, diesmal mit dem Nominator. Aufgrund der Natur der Meme war es in dieser Zeit gängig, alles und jeden auf “tor” enden zu lassen. Auch dieser Kelch ging nicht an mir vorbei. Wie der aufmerksame Leser bereits bemerkt haben sollte, neige ich dazu, in Wortspielen das eine oder anders zu verballhornen. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich eine Retourkutsche bekam, und ein Kollege (Gruß an den “Wolle”Bretter, der Wollator) mich erstmals mit “Grobator” betitelte. Da ”Grobi” sich offensichtlich optimal zu einer Ver”tor”isierung eignet, blieb diese evolutionäre Weiterentwicklung ebenfalls haften.
Als Mann der IT kam irgendwann der Wunsch in mir auf, eine eigene Domain für eine Website zu registrieren. Mein echter Name war zu der Zeit natürlich schon längst vergeben. Ebenso betraf dies die Domains grobi.de, groby.de und grover.de.
Lediglich grobator.de war noch nicht vergeben, sodass ich mir diese ohne Zögern sicherte.


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